ReiseReiser

Reiseblog mit persönlichen Erfahrungen und Tipps für einen interessanten Urlaub

Wochenendtrip nach Bremen

Warum in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah

Also, auf nach Bremen. Die Hansestadt der 4 singenden Tiere

Was denkt man als erstes über Bremen? Was weiß man von Bremen überhaupt? Klar, das kleinste Bundesland, liegt an der Weser und wie sagt man zu den Norddeutschen: Fischköppe…

Doch Bremen hat eine Menge zu bieten!

Eintreffen in Bremen im direkt am Hauptbahnhof, neben der Bürgerweide (Stadthalle) gelegenen Hotel Prizeotel. Perfekter kann die Lage für ein Hotel kaum sein, obwohl man in Bremen von der Stadt der kurzen Wege spricht. Das Prizeotel ist ein junges Designhotel, mit wunderbarer Einrichtung, modern gehalten aber trotzdem einladend. Übernachtungen gibt es hier schon ab 59 EUR. Preislich kann man über Bremen nichts negatives sagen. Selbst für eine Familie ist ein Wochenendtrip nach Bremen eine kostengünstige Reise. Zum Hotel bleibt mir nur zu sagen: Empfehlenswert!

Blick in die Lobby des prizeotels
Blick in die Lobby des prizeotels

Altstadt

Unser erstes Ziel ist zu Fuß wunderbar zu erreichen. Es geht Richtung Hauptbahnhof, weiter immer Richtung Weser. Gleich nach wenigen Metern die erste Überraschung: Ein Windmühle mitten in der Innenstadt. Diese Mühle beherbergt ein Cafe und liegt mitten auf einem Grünstreifen, auf dem sich früher die Stadtmauern befunden haben. Der Hauptbahnhof und umzu liegt nämlich nach damaligem Plan ausserhalb der Stadt. Heute sind diese Anlagen als Wallanlagen bekannt.

Kurz danach erreicht man auch die absoluten Höhepunkte der Altstadt. Auf dem Rathausmarkt befindet sich eine wunderbare Ansammlung von alten Häusern, die den Geist der Hansezeit aufleben lässt. Das 400 Jahre alte Rathaus allein besitze ein Anzahl an Rafinessen an der Fassade, dass man fast den ganzen Tag dort verweilen könnte. Doch egal wohin man sich dreht: Historie. Gleich neben dem Rathaus befindet sich der Dom mit seinen beiden mächtigen Türmen. Einer dieser Türme ist besteigbar und bietet eine herrliche Aussicht über die Altstadt. Hier befindet sich auch eines der größten Weinlage in Europa, denn in Bremen schenkt man keine Blumen, sondern Wein. Eine ganz besondere Flasche lagert hier, denn sie ist Unesco Welterbe, da es die älteste Flasche Wein der Welt ist. Leider kamen bis dato nur höchste Würdenträger in den Genuß einer Probe. Dies ist auch schon Jahre her, denn nun darf die Flasche nicht mehr verändert werden. Wer aber einen Wein seines Geburtsjahres sucht, wird hier sicherlich findig. Der Roland und die Bremer Stadtmusikanten befinden sich ebenfalls am Marktplatz. Unzählige weitere Bauten im Fachwerkstil runden dieses wundervolle Gesamtbild ab.

Weiter geht es in die Böttchergasse. Hier wurden früher Fässer gebaut und die Strasse war eher in einem desolaten Zustand bis sich ein Bremer Kunstliebhaber der Böttchergasse annahm. Die Häuser wurden zu einer Art Kunstwerk umgestaltet. Hier finden sich auch die Sieben Faulen. Der Legende nach 7 Brüder, die faul wie sie waren, vom Vater in die Welt gesendet wurden. Zurückgekehrt hatte sich an der Faulheit aber nichts geändert. Sie waren sogar so faul, dass sie keine Lust hatten täglich das Wasser von der Weser zu holen. Also bauten sie Wasserversorgungen, Strassen etc. Letztendlich hatte die Faulheit zum Fortschritt geführt.

Windmühle, am Markplatz und im Schnoor
Windmühle, am Markplatz und im Schnoor

An der Weser entlang geht es ins Schnoor. Das Schnoor ist fast nur zu Fuß zu erkunden, da manche Ecken so eng sind, dass man kaum gerade durch die Gasse kommt. Aber genau das macht das Flair des Schnoors aus. Schnuckelige Fachwerkhäuser mit urigen Gassen. Hier wird allerhand feilgeboten, sei es Kulinarisches oder Deko. Ein Besuch lohnt auf jeden Fall, hier findet sich für jeden was.

An diesem Wochenende hatten wir Glück, denn es fand die Breminale statt. Ein Kulturfest direkt an der Weser zwischen Schnoor und Weserstadion, in dem Werder Bremen spielt. Am östlichen Ende der Breminale befindet sich eine Fährverbindung, die zu einer Weserinsel übersetzt. Hier befindet sich ein herrlicher Sandstrand, der allerlei sportliche Aktivitäten bietet. Hier befindet sich auch das Cafe Sand. Unser Kellner – eine rheinische Frohnatur obwohl in Bremen geboren – führte uns durch einen kuliarischen Abend, der keine Wünsche übrig ließ. Egal ob Zander oder Kalbsfilet, alles wunderbar und zu empfehlen. Hier ließen wir den ersten Abend ausklingen, lediglich ein Absacker in unserem Prizeotel war noch nötig. Hier überraschte uns abermals wie günstig Bremen doch ist. Keine hochpreisige Bar, sondern humane Preise, die die Urlaubskasse nicht sprengen.

Breminale und Cafe Sand mit Fähranbindung
Breminale und Cafe Sand mit Fähranbindung

Ungewöhnliche Ansichten

Der 2. Tag startete mit einem reichhaltigen Frühstück. Hier gab es unter anderem “Matschebrötchen” mit Anleitung. Als Kinder der späten Siebziger kennt man diese Brötchen mit Mohrenkopf noch gut aus Schulzeiten. Daher startete der Tag gleich mit Kindheitserinnerungen.

Weiter ging es dann zum Bahnhof. Denn dort befindet sich eine Fahrradverleihstation. Für nur 9,50 EUR pro Rad und Tag, lässt sich die Stadt wunderbar erkunden. Los ging es in die neue Überseestadt. Hier entsteht quasi aus den alten Speichern ein maritimer Stadtteil, ähnlich der Hafencity in Hamburg. Noch wird kräftig gebaut, man kann aber die Zukunft schon erahnen. Um 13 Uhr hatten wir eine Führung an der Universität vereinbart. Durch den Bürgerpark folgten wir einfach der Beschilderung. Das ist wirklich gut gelöst, so findet man alle wichtigen Ecken in Bremen. Am Science Center – einem rieseigen silbernen Walfisch – vorbei, folgtem wir der weithin sichtbaren Silouhette des Fallturms der Universität. Dies sollte ja auch unser Ziel sein. Die Führung ins innere Heiligtum war für mich eine der Höhepunkte meines Bremensbesuches. Zuerst konnte ich mir nicht ganz vorstellen, was denn in einem Fallturm so erforscht wird. Doch die fachmännische Erklärung des Leiters des ZARM (Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation) Herrn Oelze, erstaunte mich sehr. Mein Wissensdurst war geweckt und Herr Oelze hatte jede Menge Fragen zu beantworten. Eine Fahrt in die Spitze des Turmes war möglich, da das nächste Experiment im Katapult lagerte und wir somit keine Störungen in die Messungen einfliessen ließen. Die Aussicht aus dem Turm ist fantastisch. Der höchste Punkt in Bremen – der Turm ist 145 Meter hoch – lässt die Stadt zu Füßen liegen. Obwohl kein Wind an diese Tag herrschte, war ein leichtes Wanken des Turmes zu spüren. Faszinierend ist auch die Ausstattung der Turmspitze. Hier würde man wohl kaum einen kleinen Raum für bis zu 14 Gäste vermuten, eine kleine Küche, eine Toilette und einen Aussichtsraum oberhalb dessen mit Sofa und Panoramablick. Über die technische Ausstattung und die Finessen des Fallturms sollte sich jeder selbst ein Bild machen.

Der Fallturm von Aussen, der Turm im Turm und die Glaskanzel
Der Fallturm von Aussen, der Turm im Turm und die Glaskanzel

Unsere letzte Station mit dem Fahrrad war die Botanika. Hier wird kindgerecht und auf spielerische Weise die botanische Natur erklärt. Versuche und Experimente verdeutlichen die Erklärungen. Unter den Glaskuppeln ist die asiatische Fauna und Landschaft nachempfunden. So findet sich hier quasi Asien in Bremen wieder. Besonders hat mir der japanische Teil mit den Koikarpfen gefallen, hier konnte man innehalten und die Fische streicheln. Im Aussenbereich der Botanika befindet sich ein Cafe, wo man sich auch noch das ein oder andere Stück Kuchen zuleibe führen kann.

Fazit

Bremen hat vieles zu bieten. Eine Stadtführung ist empfehlenswert, selbst wenn man meint eine Menge über Bremen zu wissen, kommt man nicht umhin zu sagen: “Das habe ich noch nicht gewußt”. Also, Hotel buchen und eine wunderbare Kurzreise oder einen Wochenendtrip nach Bremen unternehmen!

Übrigens: Bremen ist die Partnerstadt von Riga. In beiden Städten findet man die Stadtmusikanten!

Danke

Vielen Dank an die Bremer Tourismus Zentrale und das prizeotel für die Einladung nach Bremen.

Weitere Teilnehmer #bremenerleben

Tanja vom Wellness-Bummler
Wolfgang von Wolfgangs Reiseblog
Caroline von Esel unterwegs
Lena-Marie von Travel 4 Family
Romy von Snoopsmaus

Erschienen in: Deutschland, Europa

Schlagwörter: ,
Matthias Klindworth

Hier schreibt Matthias Klindworth

Wenn einer eine Reise tut, hat er was zu erzählen
So sagt der Volksmund und hat recht. Daher erzähle ich hier meine Reiseerlebnisse und hoffe, daß es gefällt was ich teile.

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Ich freue mich über rege Beteiligung meiner Leser

Kommentare

Team prizeotel am 30. Juli 2014 um 13:44 Uhr

Hallöchen Matthias,

sehr schöner Beitrag in deinem Blog. Wir freuen uns sehr, dass es dir bei uns gefallen hat. Bis zum nächsten Mal, wir hoffen auf ein Wiedersehen in Bremen oder Hamburg.

Liebe Grüße
Team prizeotel

Prizeotel Bremen – Müssen Designhotels teuer sein? | Wolfgangs Reiseblog am 30. Juli 2014 um 17:27 Uhr

[…] Weitere Eindrücke findet ihr bei: Lena von family4travel.de Tanja von wellness-bummler.de Matthias von reisereiser.de […]

Bremen: Mutter-Kind-Tripp in 28 Stunden | family4travel am 30. Juli 2014 um 18:40 Uhr

[…] von ReiseReiser Tanja vom WellnessBummler Wolfgang von Wolfgangs […]

family4travel am 31. Juli 2014 um 12:35 Uhr

Der Fallturm klingt wirklich spannend, und ich bedauere ein bisschen, dass wir es nicht zur Botanika geschafft haben. Na ja, nächstes Mal. :)

Viele Grüße,
Lena

Stadterkundung auf Flip Flops durch die Hansestadt Bremen am 31. Juli 2014 um 16:03 Uhr

[…] reisereiser gibt Tipps für einen Städtetrip nach Bremen – Altstadt, Überseestadt, Radtour u.v.m. […]

Bloggertreffen in Bremen | Bremen Blog am 7. August 2014 um 13:29 Uhr

[…] Matthias von ReiseReiser […]

Matthias Klindworth am 8. August 2014 um 23:33 Uhr

Hallo liebes Team vom prizeotel!

Ja, es hat mir/uns wirklich sehr gut gefallen. Sehr empfehlenswert!

Grüße nach Bremen
Matthias Klindworth

Matthias Klindworth am 8. August 2014 um 23:35 Uhr

Hallo Lena!

Der Fallturm war superspannend. Nur zu empfehlen. Wir hatten das Glück, eine sachkundige Führung zu haben.

Die botanika war sehr entspannend, besonders die Kois haben mir sehr gut gefallen. Das war eine Wohltat für die Seele, einfach mal die Ruhe der Fische aufnehmen.

Viele Grüße auch an deinen Junior

Matthias

Deutschlandjäger am 11. November 2014 um 15:37 Uhr

Hi Matthias,

einen schönen Beitrag zu Bremen hast Du hier :-)

Das erinnert mich daran, dass ich mich mal auf meine vier Buchstaben setzen sollte und meinen Bremen-Trip auch endlich mal in meinem Deutschland-Reiseblog verwerten sollte :-) Das prizeotel hatte ich damals auch auf dem Schirm, hatte mich dann aber für das Innside Bremen entschieden.

Weiter so mit Deinem Blog!

Beste Grüße,
Jan
Reiseblog über Deutschland: http://www.deutschlandjaeger.de