ReiseReiser

Reiseblog mit persönlichen Erfahrungen und Tipps für einen interessanten Urlaub

Ab ins Ahrtal

ahrtal

Freitag mittag, die Fahrt startet enspannt Richtung Ruhrgebiet. Man ist auf der Autobahn ja einiges gewohnt, aber dieser Stau rund um Köln ist schon erwähnenswert 😉

Im Dunkeln erreichen wir unser Hotel, das Dorint in Bad Neuenahr. Nach dem Check-In erstmal eine Stärkung, die ist nach der langen Fahrt auch verdient. Danach heißt es dann: „Auf gehts, Umgebung erkunden“. Direkt dem Fußweg an der Ahr folgend, finden wir die Spielbank. Da ich noch nie in einer Spielbank war und ich mir das Treiben schon immer einmal ansehen wollte, gehts also auf direktem Wege rein. Nach einer kurzen Personenkontrolle geht es ins „Heiligtum“.

Unglaublich, ich muss mir die Spiele erst einmal genau ansehen und bin fasziniert, wie der Croupier sich die gesetzen Jetons beim Roulette so merken kann. Der guckt ja nicht mal richtig hin…
Da mir das hier aber zu schnell ist, geselle ich mich an den Black-Jack Tisch. Das kenne ich und hier kann ich auch folgen. Toll finde ich, dass mir die Tischaufsicht geduldig meine Fragen beantwortet. Man lernt ja nie aus… Ich habe die Spielbank übrigens nicht als armer Mann verlassen.

Der nächste Morgen beginnt mit Frühstück im Hotel. Das liebe ich ja, eine große Auswahl und genügend Zeit alles zu probieren. Gestärkt geht es dann nach Ahrweiler zur Stadtführung. Mittelalterliche Kulisse wohin man sieht. Früher hat man sich einfach viel mehr Mühe gegeben, wenn man ein Haus für die Familie gebaut hat. Leider sind einige Teile hinter dem Hauptstadttor im 2. Weltkrieg durch Bomben zerstört worden und anschliessend wieder im alten Stil aufgebaut worden. Aber die Stadtführung bringt interessante Geschichten ans Licht und meine Phantasie bringt mich ins Mittelalter zurück und ich kann mir vorstellen, wie es dort wohl aussah.

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Nach dem köstlichem Mittag in der ansässigen Brauerei (kann man in einer Brauerei überhaupt schlecht essen?), entscheide ich mich an der Führung „In Vino veritas – Eine Lügengeschichte“ teil zu nehmen. Dank der Informationen des Vormittages, kann ich viele Lügen entlarven 😉 Nur bei der Geschicht mit dem Ölfeuer und den verbrannten Reifen in den Bergen lasse ich mich in die Irre führen. Wie verrate ich aber nicht, das muss man selbst ausprobieren! Während der Tour gibt es ausreichend Weinproben, sehr lecker und fröhlich…

Nach den ganzen Fussmärschen ist eine kurze Entspannung im Hotel-Pool wohlverdient, bevor es zur ältesten Winzer-Genossenschaft geht. Was für ein Weinkeller. Man fühlt sich auf Anhieb in eine andere Zeit versetzt und kann sich die Geschichten, die dieser Keller erlebt hat lebhaft vorstellen. Unser Gastgeber Ernst ist eine Wucht. Er liebt den Beruf des Winzers und lebt ihn auch. Das ist beim erzählen und vor allem bei der Weinprobe spürbar. Tolle Weine und zu jedem Wein eine Geschichte und noch besser, ein toller Trinkspruch. Feinheiten im Wein zu finden ist eine feine Angelegenheit, da kann ich mich lang mit beschäftigen. Und ich lerne noch Neues: Wenn der Wein wunderbar – ohne irgendeine geschmackliche Hürde – zu trinken ist, dann „tapeziert er den Gaumen“. Wunderbare Umschreibung!

ahrtal-weinprobe

Die Nacht war zu kurz! Die Weinprobe allerdings auch, aber dieser Sonntag bietet ja noch einen Höhepunkt. Jahrelang hatte ich mich gefragt, ob wir in Deutschland auch einen Atombunker für unsere Politiker haben/hatten. Endlich wird meine Frage beantwortet: Ja, es gab einen. Bis 1997, dann wurde er zurückgebaut. Mittlerweile ist es fast vollständig zurückgebaut, lediglich ein Bereich von wenigen hundert Metern – von ehemals 17 km – ist noch erhalten und als eine Art Museum erhalten. Wenn man in dieser Anlage ist, mit den ganzen Gerätschaften und Anlagen der 70er Jahre, fühlt man sich in der Zeit versetzt. Unser Führer erzählt uns tolle Geschichten und man stellt sich das atomare Szenario vor. Kalter Schauer über dem Rücken garantiert, spätestens dann, wenn man die Krankenstation sieht.

Der Bunker war für ca. 3000 Politiker und Führungskräfte ausgebaut. Keine Angehörigen, keine Frau älter als 30 (warum nur?). Während der Führung erfahren wir, dass für 30 Tage alles vorhanden war. Unweigerlich kommt da die Frage: Warum? Nach 30 Tagen ist die Oberfläche doch immer noch verseucht und ein verlassen des Bunkers unmöglich!? Ja, aber es ging darum, im Fall der Fälle zumindest die ersten 30 Tage zu überleben um Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Also zurückschlagen, eine Regierung aufzubauen, den Aufbau des Landes zu ermöglichen, die Verfassung zu schützen usw.

Diese Führung durch den Bunker hat mir am Besten gefallen, gern hätte ich mehr gesehen, doch leider gibt es nichts mehr, denn die restlichen Tunnel sind nur noch blanke Beton-/Felswand. Trotzdem sehr empfehlenswert!

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Abschliessend gab es zur Entspannung noch einen Besuch in der Ahr-Therme. Das gehört einfach zu einem Besuch eines Bad. Eine Massage, die es wirklich in sich hatte, gab es noch oben drauf. Herrlich! Wunderbar wurde die Massage erklärt, die Massagetechniken und auch die Anatomie kam nicht zu kurz. Da merkt man dann erst, was alles so verspannt ist…

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Im möchte mich noch herzlich bei der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH & der Ahrtal Tourismus für die Einladung und die tolle Organisation bedanken. Es hat viel Spaß gemacht!

Weitere tolle Berichte übers Ahrtal:

SPANESS: Wandern im Ahrtal
Wellness-Bummler: Lust aufs Ahrtal
Wellspa-Portal: Wilde Domain im Weinkeller
Entdecker-Greise: Mehrere Artikel
Travellerblog: in vino veritas
Reiseaufnahmen: Besuch im Ahrtal
HundReisenMehr: Ein Stadtspaziergang
Patotra: Begegnung mit Domina

Erschienen in: Deutschland, Europa

Matthias Klindworth

Hier schreibt Matthias Klindworth

Wenn einer eine Reise tut, hat er was zu erzählen
So sagt der Volksmund und hat recht. Daher erzähle ich hier meine Reiseerlebnisse und hoffe, daß es gefällt was ich teile.

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Kommentare

#RBRLP – Wandern, Wein, Wellness im Ahrtal am 27. Februar 2015 um 12:51 Uhr

[…] Ab ins Ahrtal – heißt es auch hier… […]

Wilde Domina im Weinkeller im Ahrtal WellSpa-Portal am 10. März 2015 um 19:23 Uhr

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Ahrweiler – ein Tagesausflug mit historischen Flair – Bonn EntdeckenBonn Entdecken am 26. Mai 2015 um 21:50 Uhr

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